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UFO102 Thesen

Aus Pufopedia
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UFO102 Thesen
Veröffentlichung 21. Juni 2017
Laufzeit 00:58:46 h
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Chronologie
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Folge UFO102 Thesen erschien am 21. Juni 2017.

Beschreibungstext

Leute Leute war das ein Pfingsten! Ich glaube so einen großen Pfingststein habe ich noch nie gesehen. Aber auch das geht vorüber, das Pfingstpulver hat sich aufgelöst und wir kehren zurück und haben im Gepäck das geballte Viertelwissen unserer beiden Podcastkonsule das heute endlich in heißen Podcast gegossen wird. Achtung, Lerngefahr!

Inhalt

  • Stefan und Florentin eröffnen diese Folge mit dem Main Theme von Fluch der Karibik – frisch aus dem Kino, wo sie gerade Fluch der Karibik 5 gesehen haben. In bester Laune nach den Pfingstfeiertagen, haben beide Moderatoren nach eigener Aussage je 8 Flaschen Mate-Brause konsumiert. Dies prägt den weiteren Verlauf der Episode, die von spontanem Gegröle und wirren Witzen gekennzeichnet ist.
  • Sie unterhalten sich über ihre Erlebnisse während der Pfingstfeiertage und Bräuche, die zum Pfingstfest praktiziert werden. Stefan erzählt vom Brauch des Pfingstbaumpflanzen und einem Schwein als Geschenkgabe, der dann von der ganzen Familie verspeist wird. Die Pfingstzahl des Jahres: 17 (Stefan) und 19 (Florentin).
  • Stefan und Florentin diskutieren und philosophieren über die Unschärfe von Zeitangaben. Stefan fragt sich, was die Wendung „eine gute Stunde“ exakt bedeutet: Dauert etwas länger als eine Stunde, kürzer oder ungefähr eine Stunde? Und gilt die Phrase „knapp eine Stunde“ konsequent als Zeitraum unter einer Stunde? Florentin ist der Meinung, dass „gut“/„gute“ bei Zeitangaben sowohl als Synonym für „solide“ bzw. ungefähr als auch eine Glaubwürdigkeitsfunktion erfüllt. Es signalisiert dem anderen, dass die Angabe keine Übertreibung darstellt. Er verdeutlicht dies an einem Beispiel: „Ich habe drei Stunden auf den Zug gewartet“ wirkt für viele Menschen wie eine dramatisierende Übertreibung, um auszudrücken, dass das Warten sehr lange war. Dagegen wird „Ich habe gut drei Stunden auf den Zug gewartet“ als tatsächliche, wenn auch ungefähre Zeitangabe verstanden. Also als ehrliche Beschreibung eines Ereignisses, nicht als rhetorisches Mittel der Überzeichnung.
  • Florentin: „Ironie frisst alles auf“ und erklärt es am Emoticon und Internet-Slang Kappa, der Sarkasmus, Ironie oder einen nicht ernst gemeinten Kommentar kennzeichnet. Kappa werde zunehmend selbst ironisch verwendet, weshalb es seinen Sinn verliert.
  • War Adolf Hitlers nationalsozialistisches Konzept des „Tausendjährigen Reiches“ wortwörtlich zu verstehen oder eine propagandistische Übertreibung? Stefan und Florentin versuchen im gleichnamigen Hörspiel die Antwort zu finden.
  • Florentin berichtet vom Fluch der geraden Zahlen, denn gerade Zahlen wirken unglaubwürdig oder ausgedacht. Er nennt als Beispiel die Erstbemessung des Mount Everest, deren Bemessung auf eine gerade Zahl hinauslief. Diese Bemessung wurde leicht gefälscht, um glaubwürdiger zu wirken. Im englischsprachigen Wikipedia-Artikel steht folgendes (und mit seriöser Quelle belegt): „Peak XV (measured in feet) was calculated to be exactly 29,000 ft (8,839.2 m) high, but was publicly declared to be 29,002 ft (8,839.8 m) in order to avoid the impression that an exact height of 29000 ft was nothing more than a rounded estimate.“ (deutsch: „Die Höhe des Peak XV (gemessen in Fuß) wurde auf genau 29.000 ft (8.839,2 m) berechnet, öffentlich jedoch mit 29.002 ft (8.839,8 m) angegeben, um den Eindruck zu vermeiden, dass die genaue Höhe von 29.000 ft lediglich eine gerundete Schätzung sei“). „Peak XV“ war der damals noch unbenannte Name des Mount Everest.
  • Florentin besitzt nach eigenen Angaben den IQ von Lisa Simpson (laut eines inoffiziellen IQ-Tests), während Stefan den IQ „orange“ besitzt.
  • Dr. Will und Prof. Titze werfen sich gegenseitig mit Thesen und Gegenthese um die Ohren.
  • Stefan stellt sein erstes eigenes Rezept vor: Zitrone-Ingwer-Limonade.
  • Florentin bemerkt einen Trend zu mehrkomponientierten Eissorten (wie Ingwer-Minze-Salbei-Eis) und sieht darin ein verstecktes Schuldeingeständnis: Wer mindestens zwei Geschmäcker kombiniert, gibt implizit zu, dass keiner dieser Aromen allein standhalten würde. Stefan sieht ähnliche Phänomene bei Smoothies.
  • Während Florentins Kindheit verbrachte seine Familie regelmäßig Urlaub in Italien. In einer Eisdiele dort gab es ein verlockend einfaches Angebot: eine ganze Kugel für 1 Euro, eine halbe Kugel für 50 Cent. Das Problem für die Eisdiele: zwei halbe Kugeln waren größer als eine ganze Kugel. Die Wills erkannten ihre Chance und bestellten gezielt zwei halbe Kugeln derselben Sorte, etwa zwei halbe Bananen-Eiskugeln. Um nicht aufzufallen, legten sie eine Pause zwischen die beiden Bestellungen ein: „Ich nehme eine halbe Kugel Banane … [Pause] … und eine halbe Kugel Banane."
  • Florentin hat eine clevere Marketing-Strategie bemerkt: Ein Lieferservice liefert absichtlich mehr als bestellt.
  • Nachdem Florentin die Mad Men-Folge „Was wollen Frauen?" (Originaltitel: „Ladies’ Room“) geschaut hatte, in der Don Draper in einem Edel­restaurant Gulasch bestellt, wollte er das Gericht selbst zu sich nach Hause liefern lassen. Auf Lieferando findet man allerdings nur ein Rezept für Gulasch, da Lieferando kein Gulasch liefert. Diesen unglaublichen Fakt hat Florentin selbst herausgefunden. Stefan und Florentin unterhalten sich darüber, warum Restaurants kaum Eintöpfe und Suppen anbieten, obwohl Sangría (was in vielerlei Hinsicht nur billigste Resteverwertung ist) allein durch seinen klangvollen Namen bestechend gut verkauft wird.
  • Am Beispiel Panna cotta fragen sie sich, warum ein Gericht ein eigenen Namen hat, obwohl es nur aus zwei Zutaten besteht.
  • Stefan teast die Antipasti-Pasti-Diskussion an. Stefan:„Antipasti/Pasti und Feminismus sind beide Dinge, die ich nicht anfassen will.“
  • Stefan war im Gartencenter Dehner und fragt sich, wer all die vorhandenen Statuen kauft, die aussehen wie Gargoyles oder Kobolde.
  • Florentin hat im Rahmen des Wikipedia-Artikels Trauer erfahren, dass Kremation (Feuerbestattung/Einäscherung) in Mitteleuropa kulturell nicht weitverbreitet ist und zur diese Form der Beisetzung momentan eigene Rituale entstehen würden.
  • Welche Person der heutigen Zeit wird in 100 Jahren durch eine Statue geehrt? Stefan und Florentin argumentieren, dass Statuen ihre frühere Bedeutung verloren haben, da es heute bessere Wege gibt, um in Erinnerung zu bleiben. Da Helmut Kohl wenige Tage vor der Aufzeichnung gestorben ist, gebe es für ihn bereits ein Denkmal: Dem Kohlkopf.
  • Stefan redet über merkwürdige Grabsteine. Ein kürzlich Verstorbener hatte sich einen Grabstein in Form eines großen Elefanten gewünscht. Die Angehörigen und die Friedhofsverwaltung lehnen diesen Wunsch jedoch ab, da sie den Grabstein für zu extravagant halten. Die Frage stellt sich: Wie kann man den letzten Willen einer verstorbenen Person ablehnen oder begrenzen?
  • Stefans letzter Wunsch ist es Aliens zu sehen und er möchte explizit, dass nach seinem Tod Gute Arbeit Originals und das Neo Magazin Royale beendet werden. Stefan würde glücklich sterben, wenn er einen kurz vor seinem Tod einen Alien antreffen würde. Florentin sieht ins Stefans Wunsch keinen Sinn.
  • Thema Weltraum: Florentin möchte ein Update des Voyager Golden Records wissen, wann kommt eine weitere Platte mit den besten Songs von den Black Eyed Peas? Stefan berichtet davon, dass Voyager 1 oder Voyager 2 das Sonnensystem verlassen habe. Florentin zeigt sich enttäuscht, dass die Mission so lange dauere. Und Stefan erzählt uns vom Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI) und deren aktive Suche nach Aliens.
  • Beide hassen diese Folge, weil sie seit der letzte Folge zu viele Skills verlernt haben.
  • Kündigt Titze den nächsten Fehlkauf an? Er will sich nächstes Jahr eine Trompete oder ein Banjo kaufen. Natürlich die billigste davon. Wie bei allen seinen Instrumentenkäufen zuvor (eine Geige für 160 Euro oder eine Ukulele) setzt er auf die preiswerteste Option, da sein Interesse erfahrungsgemäß schnell nachlässt. Dabei preist er das Musikhaus Thomann als seine bevorzugte Anlaufstelle an.
  • Stefans Großcousine (etwa 10 Jahre alt) spielt Saxophon und wurde vor kurzem in einer Big Band aufgenommen, das Saxophon ist genau so groß wie seine Großcousine.
  • Florentin baut sich ein weiteres Standbein durch Streams auf, unter anderem möchte er sein Klavierspiel streamen oder seine Skills bei Dota unter Beweis stellen.
  • Pumper-Stefan stemmt inzwischen 10 kg im Fitnessstudio und möchte unmittelbar nach der Aufnahme wieder trainieren. Florentin konsumiert weiterhin regelmäßig Huel und stellt fest, dass er an Gewicht verloren hat (das ist immer noch kein Werbeplacement). Diese Gewichtsabnahme hat jedoch paradoxerweise seine Trainingmotivation vollständig zerstört, da er sein Ziel der Gewichtsreduktion bereits durch die Flüssignahrung erreichen wird. Steht damit das Projekt Fit kann auch lustig in Gefahr?
  • Stefan behauptet, er kenne jemanden, dessen Kind bei einem Unfall gegen einen Baum gerannt und dabei ums Leben gekommen sei.
  • 2015 schaute Florentin Das Dschungelcamp und beobachtete unter Entsetzen die krumme Körperhaltung von Walter Freiwald. Freiwalds Körperhaltung hat Florentin negativ beeindruckt. Ein Fechter zeigte Florentin, wie man richtig steht. Die richtige/gesunde Körperhaltung ist für Florentin ein „richtiger Kraftakt“.
  • Stefan hat einen Tag vor der Aufnahme einen WISO-Beitrag über Fidget Spinner gesehen. Der Moderator leitete den Beitrag cool und lässig als neuen Trend ein. Blöd nur, dass er Fidget Spinner allerdings als „Fidget Speinder“ ausgesprochen hat.
  • Werden Jugendtrends immer primitiver? Die beiden untersuchen die historische Entwicklung von Jugendtrends: Während der Game Boy als absoluter Höhepunkt gilt, folgt danach eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu immer simpleren Objekten. Florentin hat den Trend für 2022 entwickelt: Ein Stock, den man cool flippen kann.
  • Die Funktionsweise eines Kühlschranks wird physikalisch erklärt.
  • Sie kündigen DAS YOUTUBE UFO an, denn sie fliegen im Juli wieder nach New York City und bitten um Tipps von der Community.

Thesen

  • Je dümmer man ist, desto eher möchte man seinen IQ wissen. (Dr. Will)
  • Je dümmer man ist, desto klüger denkt man zu sein. (Dr. Will)
  • Wir haben die Hörer verloren. (Prof. Titze)
  • Je mehr Zutaten etwas hat, desto schlechter ist es. (Dr. Will)
  • Lieber 20 Kirschen essen, als 10 Kirschen und 10 Erdbeeren. (Dr. Will)
  • Der Mischmasch an Zutaten, ist die Reaktion an die Entscheidungsskepsis der modernen Gesellschaft. (Prof. Titze)
  • Es wollen so wenig Leute Gulasch haben, dass es sich für den Lieferservice – allein für's Image – mehr lohnt ein Rezept für Gulasch zu schreiben, um Leuten ein Service-Gefühl mitzugeben, als aktiv dafür zu sorgen, dass man Gulasch liefern kann. (Prof. Titze)
  • Je mehr Rezepte es von etwas gibt, desto weniger wird es selbst gemacht. (Dr. Will)

Gegenthesen

  • Je schlauer man ist, desto mehr möchte man sich darin bestätigt wissen. (Prof. Titze)
  • Je klüger man ist, desto weniger wichtig ist einem die objektive Klugheit. Weil je mehr man weiß, desto mehr kennt man die Limitation von sich selbst und hält sich eher dumm. (Dr. Will)
  • Je schlauer man ist, desto mehr weiß man um die Schwächen dieser sogenannten „objektiven Intelligenzquotientenmessungssysteme“. (Prof. Titze)
  • Je schlauer du bist, desto mehr erfolg hast du. Desto weniger bist du darauf angewiesen, dich an einer objektiven Zahl deiner Klugheit zu hängen. (Dr. Will)
  • Je mehr Rezepte es von etwas gibt, desto mehr wird es gemacht. (Prof. Titze)